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Rigol DG1022Z Test - Lohnt sich der 25 MHz Funktionsgenerator?

Mohamed Otto 5. Juni 2026
Der RIGOL DG1022Z ist ein Funktionsgenerator mit zwei Kanälen, der präzise Wellenformen für Tests und Messungen erzeugt.

Inhaltsverzeichnis

Ein kompakter Funktionsgenerator ist dann wirklich nützlich, wenn er saubere Signale liefert, sich schnell bedienen lässt und im Labor nicht mehr Fragen aufwirft, als er löst. Der rigol dg1022z ist genau für diese Lücke interessant: zwei unabhängige Kanäle, 25 MHz Bandbreite, Arbiträrsignale und genug Zusatzfunktionen, um Ausbildung, Service und einfache Entwicklungsaufgaben sauber abzudecken. Ich ordne die Daten hier so ein, dass klar wird, was das Gerät kann, wo es stark ist und wann man besser zur nächstgrößeren Klasse greift.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

  • Der Generator arbeitet mit 2 unabhängigen Kanälen und erreicht eine maximale Ausgangsfrequenz von 25 MHz.
  • 200 MSa/s Abtastrate und 14 Bit vertikale Auflösung machen ihn für präzise Labor- und Ausbildungsaufgaben brauchbar.
  • Er bietet 160 integrierte Arbiträrwellenformen, Sweep, Burst sowie analoge und digitale Modulationen.
  • Der eingebaute 7-stellige Frequenzzähler misst externe Signale bis 200 MHz.
  • Für den Alltag wichtig: USB Host, USB Device und LAN sind vorhanden, die Versorgung liegt bei 100 bis 240 V.
  • Die Amplitude bleibt nicht über den gesamten Frequenzbereich gleich hoch, deshalb lohnt sich ein Blick auf die Last- und Pegelgrenzen.

Rigol DG1022Z Funktionsgenerator mit zwei Kanälen, Display und Tastenfeld.

Technische Eckdaten, die den Charakter des Geräts bestimmen

Wenn ich einen Signalgenerator bewerte, schaue ich zuerst auf die harten Zahlen, nicht auf Marketingbegriffe. Beim DG1022Z stehen zwei unabhängige Kanäle, 25 MHz maximale Ausgangsfrequenz, 200 MSa/s und 14 Bit Auflösung im Mittelpunkt. Das ist kein High-End-RF-Instrument, aber ein sehr brauchbares Arbeitsgerät für viele typische Aufgaben im Elektroniklabor.

Merkmal DG1022Z Warum es wichtig ist
Kanäle 2 unabhängig arbeitende Kanäle Gut für Vergleichsmessungen, Phasenversatz, Differenztests und zwei parallele Signale
Maximale Frequenz 25 MHz Reicht für viele Nieder- und Mittelband-Anwendungen, aber nicht für anspruchsvolle HF-Aufgaben
Abtastrate 200 MSa/s Bestimmt, wie sauber Arbiträrsignale wiedergegeben werden können
Vertikale Auflösung 14 Bit Hilft bei feineren Amplitudenabstufungen und glatteren Signalverläufen
Arbiträrspeicher 2 Mpts pro Kanal standardmäßig, 16 Mpts optional Mehr Speicher bedeutet längere oder komplexere Eigenwellenformen
Grundwellenformen Sinus, Rechteck, Rampe, Puls, Rauschen Deckt die meisten Standardmessungen ab
Integrierte Arbiträrformen 160 Praktisch für Spezialsignale, z. B. Testmuster, Impulsformen oder Lehrzwecke
Frequenzzähler 7 Stellen, bis 200 MHz Hilft, externe Signale direkt am Gerät zu prüfen
Modulationen AM, FM, PM, ASK, FSK, PSK, PWM Wichtig für Kommunikations- und Systemtests
Schnittstellen USB Host, USB Device, LAN Erleichtert PC-Anbindung, Speicherzugriff und Remote-Bedienung
Versorgung 100 bis 240 V, unter 40 W Passt problemlos in europäische Laborumgebungen

Für die Pegelplanung ist noch ein Detail wichtig: Die Ausgangsamplitude hängt von Frequenz und Last ab. Bei 50 Ohm sind bis 10 MHz bis zu 10 Vpp möglich, bei höheren Frequenzen sinkt der nutzbare Bereich. Genau diese Art von Grenze wird im Alltag oft erst bemerkt, wenn ein Aufbau schon steht, deshalb lohnt sich der Blick auf die Spezifikation früh im Projekt.

Welche Funktionen im Alltag wirklich Zeit sparen

Der eigentliche Mehrwert liegt nicht nur in der Frequenzzahl, sondern in den Zusatzfunktionen, die saubere Testabläufe erleichtern. RIGOL setzt hier auf die SiFi-Technologie, also Signal Fidelity, um Wellenformen punktgenau zu erzeugen und Jitter zu reduzieren. Laut Hersteller kann der Jitter bis auf 200 ps sinken, was für diese Gerätekategorie ordentlich ist und vor allem bei zeitkritischen Testsignalen hilft.

Die 160 integrierten Arbiträrwellenformen sind mehr als nur eine lange Liste. Für mich zählen vor allem die Fälle, in denen man nicht erst am PC eine Datei bauen muss, sondern direkt am Gerät auf eine passende Form zugreifen kann. Das spart Zeit bei wiederkehrenden Messungen, bei Schulungsaufbauten und bei einfachen Fehleranalysen.

  • Sweep eignet sich für Frequenzgänge, Filtertests und grobe Resonanzsuche. Linear, logarithmisch und in Schritten sind möglich.
  • Burst ist praktisch, wenn Signale nur in Paketen gebraucht werden, etwa für Trigger-Tests oder Taktfenster.
  • AM, FM und PM decken klassische analoge Modulation ab und sind für Lehrzwecke genauso nützlich wie für einfache Kommunikationsversuche.
  • ASK, FSK, PSK und PWM bringen digitale bzw. steuerungsnahe Modulationsarten ins Labor, ohne dass man gleich auf komplexere HF-Generatoren ausweichen muss.
  • Wellenformüberlagerung und Kanalanpassung helfen, wenn Grundsignal und Störanteil oder zwei synchronisierte Ausgänge gemeinsam betrachtet werden sollen.

Besonders brauchbar finde ich den eingebauten Frequenzzähler. Er misst nicht nur die Frequenz, sondern auch Periode, Tastgrad und Pulsbreiten und arbeitet parallel zur Dualkanalausgabe. Für den täglichen Messaufbau ist das angenehm, weil man nicht für jede Kleinigkeit ein zweites Gerät braucht. Genau daraus ergeben sich die sinnvollsten Einsatzszenarien.

Wofür der Generator in der Praxis taugt

In einem Labor oder Reparaturplatz ist der DG1022Z dann stark, wenn man stabile Standardsignale, einfache Arbiträrformen und saubere Modulationen braucht. Ich würde ihn vor allem in vier Umgebungen sehen.

  • Ausbildung und Schulung: Sinus, Rechteck, Rampe und Puls reichen für die Grundlagen von Amplitude, Frequenz, Phase und Triggerverhalten. Zwei Kanäle machen Vergleichsaufbauten deutlich leichter.
  • Service und Fehlersuche: Bei Audioverstärkern, Filterschaltungen, Analogstufen und einfachen Steuerungen kann man Signale gezielt einspeisen und sehen, wo der Fehler sitzt.
  • Kommunikations- und Modulationsversuche: Für AM, FM, FSK oder PWM eignet sich das Gerät gut, wenn man Systeme im Nieder- und Mittelbandbereich testen will.
  • Prototyping und Vorprüfung: Wer Schaltungen vor dem finalen Aufbau grob validieren will, bekommt einen soliden Signalgeber mit genügend Flexibilität.

Für den Telekommunikationskontext ist vor allem wichtig, dass das Gerät nicht nur als „Klassiker für den Elektronikunterricht“ taugt. Es kann auch in kleineren Testaufbauten für Modulation, Filterverhalten oder Signalpfade sinnvoll sein, solange die Frequenzen im Rahmen bleiben. Genau deshalb ist die Grenze zwischen brauchbar und zu knapp hier entscheidend, und die schaue ich mir im nächsten Abschnitt an.

Wo das Modell an Grenzen stößt

Die größte Grenze ist schlicht die maximale Frequenz von 25 MHz. Wer regelmäßig in den VHF-Bereich will, etwa bei anspruchsvolleren RF-Vorstufen, Antennentests oder höherfrequenten Kommunikationspfaden, stößt damit schnell an die Wand. Das ist kein Mangel, sondern die natürliche Positionierung des Geräts, nur sollte man sie vorher ehrlich einordnen.

Der zweite Punkt ist die Pegelrealität. Die Ausgangsamplitude ist an die Last und die Frequenz gebunden. Bei 50 Ohm sind die größten Spannungen nur im unteren Frequenzbereich verfügbar, und mit steigender Frequenz wird der Spielraum enger. Wer mit unterschiedlichen Lasten arbeitet, sollte die Impedanzeinstellung sauber mit dem realen Aufbau abgleichen, sonst passt der angezeigte Wert nicht zum tatsächlich anliegenden Pegel.

Auch der Arbiträrspeicher ist ein Thema. Standardmäßig sind 2 Mpts pro Kanal vorgesehen, optional gibt es 16 Mpts. Für viele Aufgaben reicht das völlig, bei längeren oder komplexeren Kurven aber eben nicht. Ich sehe das als typische Laborabwägung: genügend Flexibilität für viele Fälle, aber nicht unbegrenzte Freiheit.

  • Wenn der Frequenzzähler aktiv ist, wird der CH2-Sync-Ausgang deaktiviert.
  • Der externe Modulationseingang ist nicht für beliebige Breitbandanwendungen gedacht.
  • Die schönsten Arbiträrformen nützen wenig, wenn man die Lastimpedanz falsch setzt.
  • Für „echte“ HF-Entwicklung braucht man meist ein anderes Gerätekonzept.

Wer diese Grenzen kennt, nutzt das Gerät deutlich besser und vermeidet falsche Erwartungen. Damit lässt sich der Blick jetzt sinnvoll auf die Alternativen richten, denn die Serienbrüder lösen genau das gleiche Grundproblem, nur mit mehr Reserven.

DG1022Z, DG1032Z und DG1062Z im direkten Vergleich

Innerhalb der DG1000Z-Serie entscheidet meist nicht die Bedienung, sondern die benötigte Frequenzreserve. Alle drei Modelle arbeiten mit zwei Kanälen und 200 MSa/s, unterscheiden sich aber vor allem bei der Maximalfrequenz und beim Standard-Arbiträrspeicher. Für die Kaufentscheidung ist das oft der wichtigste Hebel.

Kriterium DG1022Z DG1032Z DG1062Z
Maximale Ausgangsfrequenz 25 MHz 30 MHz 60 MHz
Kanäle 2 2 2
Abtastrate 200 MSa/s 200 MSa/s 200 MSa/s
Arbiträrspeicher standard 2 Mpts pro Kanal 8 Mpts pro Kanal 8 Mpts pro Kanal
Arbiträrspeicher optional 16 Mpts 16 Mpts 16 Mpts
Typische Einordnung Solider Einstieg für Ausbildung, Service und allgemeine Elektronik Etwas mehr Reserve für komplexere Laboraufgaben Besser, wenn häufiger mit höherer Frequenz gearbeitet wird

Meine Faustregel ist einfach: Wenn du sicher weißt, dass 25 MHz reichen, ist das Basismodell vernünftig und meist wirtschaftlich. Wenn du schon beim Kauf ahnst, dass du in zwei Jahren öfter an die obere Grenze kommst, ist das 30-MHz- oder 60-MHz-Modell stressfreier. Ich finde es in solchen Fällen sinnvoller, einmal mehr Reserve zu kaufen, statt später mit knappem Spielraum zu leben.

Warum das Gerät auch 2026 noch eine sinnvolle Wahl bleibt

Für Ausbildungsplätze, Reparaturtische und kleinere Entwicklungslabore bleibt der DG1022Z interessant, weil er genau die Mischung aus Bedienbarkeit, zwei Kanälen und brauchbarer Signalqualität trifft, die im Alltag zählt. Er ist nicht das Gerät für jede HF-Aufgabe, aber ein sehr vernünftiger Generator für alles, was im nieder- und mittelfrequenten Bereich sauber und reproduzierbar funktionieren soll.

Ich würde ihn heute vor allem dann wählen, wenn der Schwerpunkt auf Signalaufbau, Modulation, Grundlagentests und schneller Verfügbarkeit liegt. Die vorhandenen USB- und LAN-Schnittstellen machen ihn außerdem passend für Setups, in denen der Generator nicht nur lokal am Tisch, sondern auch per PC genutzt werden soll. Dass RIGOL für die Serie weiterhin aktuelle Software- und Firmware-Pakete bereitstellt, ist ein zusätzliches Plus für den Einsatz im Jahr 2026.

Unterm Strich ist das ein Gerät für Leute, die ein klares, zweikanaliges Arbeitspferd brauchen und die Frequenzgrenze bewusst akzeptieren. Genau in diesem Rahmen liefert es mehr Nutzen, als der nüchterne 25-MHz-Wert zunächst vermuten lässt.

Häufig gestellte Fragen

Der Rigol DG1022Z ist ein Funktionsgenerator mit zwei unabhängigen Kanälen, einer Bandbreite von 25 MHz, 200 MSa/s Abtastrate und 14 Bit vertikaler Auflösung. Er bietet 160 Arbiträrwellenformen, Sweep, Burst, Modulationen und einen 7-stelligen Frequenzzähler bis 200 MHz.

Er ist ideal für Ausbildung, Service, Fehlersuche, Kommunikations- und Modulationsversuche sowie Prototyping im Nieder- und Mittelbandbereich. Seine Stärken liegen in stabilen Standardsignalen und sauberen Modulationen für allgemeine Elektronikaufgaben.

Die Hauptgrenzen sind die maximale Frequenz von 25 MHz, die frequenz- und lastabhängige Ausgangsamplitude und der standardmäßige Arbiträrspeicher von 2 Mpts pro Kanal. Für anspruchsvolle HF-Anwendungen oder sehr lange Arbiträrkurven ist er weniger geeignet.

Alle Modelle haben 2 Kanäle und 200 MSa/s. Der DG1022Z bietet 25 MHz und 2 Mpts Arbiträrspeicher. Der DG1032Z hat 30 MHz und 8 Mpts, während der DG1062Z 60 MHz und ebenfalls 8 Mpts bietet. Der Hauptunterschied liegt in der maximalen Frequenz und dem standardmäßigen Arbiträrspeicher.

Ja, für Ausbildungsplätze, Reparaturtische und kleinere Entwicklungslabore bleibt er eine sinnvolle Wahl. Seine Kombination aus Bedienbarkeit, zwei Kanälen, Signalqualität und Schnittstellen macht ihn zu einem zuverlässigen Arbeitsgerät für den nieder- und mittelfrequenten Bereich.

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Autor Mohamed Otto
Mohamed Otto
Ich bin Mohamed Otto und beschäftige mich seit über einem Jahrzehnt intensiv mit den Themen Telekommunikation, Infrastruktur und Konnektivitätssysteme. In dieser Zeit habe ich als Branchenanalyst und erfahrener Content Creator zahlreiche Analysen und Berichte verfasst, die sich auf die Entwicklung und die Herausforderungen in diesen Bereichen konzentrieren. Mein Fachwissen umfasst insbesondere die neuesten Technologien und Trends in der Telekommunikation sowie deren Auswirkungen auf die Infrastrukturentwicklung in verschiedenen Regionen, einschließlich Timor-Leste. Ich lege großen Wert darauf, komplexe Daten verständlich aufzubereiten und objektive Analysen zu liefern, die für Fachleute und interessierte Laien gleichermaßen zugänglich sind. Mein Ziel ist es, meinen Lesern stets aktuelle, präzise und vertrauenswürdige Informationen zu bieten, die ihnen helfen, die Dynamik der Telekommunikationslandschaft besser zu verstehen. Ich bin überzeugt, dass fundierte Informationen entscheidend sind, um informierte Entscheidungen zu treffen und die Herausforderungen der digitalen Welt erfolgreich zu meistern.

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